Das Projekt

In Zusammenarbeit mit 5 Partnern in der Europäischen Union wird dieses Projekt als Erasmus+ Projekt von 2018 bis 2021 gefördert.

In vielen Ländern der EU ist die Rückfallsquote der bereits schon einmal  inhaftierten Jugendlichen (im Alter von 10 – 17 Jahren) enorm hoch.

Zusätzlich gibt es eine Schulabbrecherquote aus 9 von 10 Strafftäter*innen schon bevor sie vor dem Gesetz auffällig werden.

Straffällige Jugendliche finden sich oft, aufgrund mangelnder Bildung und Bildungsperspektiven, am Rande der Gesellschaft wieder, wenn sie aus der Haft entlassen werden. Dadurch ist auch die Möglichkeit einer Beschäftigung stark begrenzt. Demnach ist das Wiederaufnehmen von Bildung in den Alltag junger Straffälliger eine gute Gelegenheit der Resozialisierung und Stärkung der Bildungschancen bei der Entlassung.

Studien zeigen allerdings große Schwierigkeiten bei der Ausbildung von Jugendlichen im Kontext von Straffälligkeit und kritischen Lebenssituationen. Unter anderem wird auf häufige Lehrerwechsel und schwierige Arbeitsbedingungen verwiesen.

Leaflet

Download: ENIT – ES

Das Ziel

des Projekts RENYO

Das Projekt ist ein 4 EU Ländern bereits etabliert: Das Vereinigte Königreich, Deutschland, Spanien und Italien. Das Bestreben von RENYO ist es, die Fähigkeit der Erzieher zu stärken, Bildung und Lernen wieder in das Leben der Jugendlichen zu integrieren- noch während sie sich in der Justizvollzugsanstalt oder entsprechenden Lernkontexten befinden. Dies involviert die ‚authentic inquiry‘, eine Methode, mit der die Fachkräfte ihr Lernmethodenrepertoire erweitern können und es an die einzelnen Bedürfnisse und Interessen der Jugendlichen anpassen können.

Durch den Lernenden geäußertes persönlich relevantes Wissen bietet eine gute Grundvoraussetzung, sich mit einem Thema selbstständig auseinander zu setzen und Lernprozesse wieder zu aktivieren. Dies geschieht durch das Erkennen der Interessen aus eigens erzählten Geschichten oder Ereignissen, die dann in ein sogenanntes ‚Artfakt‘ verpackt werden. Sei es ein Kunstwerk, ein Poster oder eine andere Form der Expression, die für die Öffentlichkeit einen erkenntnisreichen Wert besitzt, um eine Verbindung zwischen Persönlichem und der Gesellschaft zu bilden.

Pädagog*innen im Kontext von Straffälligkeit und Heimunterbringung sind die zentrale Zielgruppe dieses Projektes, wobei die Methoden auch in anderen Institutionen für die Arbeit mit Jugendlichen in schwierigen Kontexten eingesetzt werden können.